Tesla Energy

Tesla Energy – Wie Elon Musk den Energie-Markt revolutioniert

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Tesla Energy

„Wir haben da diesen praktischen Fusionsreaktor namens Sonne am Himmel. Man muss überhaupt nichts machen. Er funktioniert einfach.“ (Elon Musk)

Weißt du was ich an Köln hasse?

Nein, ich meine nicht die wässrige Plörre, die man dort als „Bier“ bezeichnet.

Ich rede von den Mietpreisen.

Versteh‘ mich nicht falsch. Ich liebe Köln. Aber egal wen ich frage. Fast Jeder, der in einer anderen Stadt wohnt, scheint für die gleiche Größe gefühlt 1/80 so viel zu zahlen wie ich.

Wenn es doch nur einen Weg gäbe zumindest an Nebenkosten zu sparen…

 

Nun, laut Elon Musk, dem Raketenbastler, Neuzeit-Robin Hood und CEO von Tesla gibt es den bereits.

Dieser hat sich nämlich nicht weniger vorgenommen als das globale Energienetz komplett zu revolutionieren und die gesamte Welt mit sauberer Energie zu beliefern.

Bei jedem anderen Menschen, der so etwas von sich gibt, wäre man skeptisch (zurecht). Aber wenn es um Elon Musk geht, dann sollte man es ernst nehmen. Denn er hat eine beachtliche Siegesserie hingelegt, was große Behauptungen und große Unternehmen angeht…

 

Die Geburt von Tesla Energy

Für Musk und seine Firma Tesla war das elektrische Auto lediglich der Startschuss.

Denn eine Energierevolution lässt sich nicht lediglich dadurch realisieren, dass man den Menschen die Abwesenheit eines Verbrennungsmotors schmackhaft macht. Das war ihm von vornherein klar.

Aus diesem Grund rief er 2015 eine neue Zweigstelle von Tesla ins Leben – Tesla Energy.

Und ihr erstes Produkt – die Tesla Powerwall.

Die Tesla Power Wall

Was ist die Tesla Powerwall?

Im Prinzip kannst du sie dir wie einen dicken Akku vorstellen, der bei dir zu Hause an der Wand hängt.

Dieser speichert von Solarmodulen aufgenommene Sonnenenergie und stellt sie dir bei Dunkelheit dann zur Verfügung.

Damit können Solarenergie-Haushalte nun auch Strom aus Photovoltaik (also die Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie) endlich dann nutzen, wenn die Sonne gerade nicht scheint.

 

Das größte Problem in solar-betriebenen Haushalten war bis vor kurzem nämlich folgendes:

Tagsüber während die Sonne scheint müssen normale Menschen für gewöhnlich arbeiten.

Abends hingegen, wenn alle wieder zu Hause sind und der meiste Strom verbraucht wird, ist die Sonne bereits wieder verschwunden.

Strombedarf eines durchschnittlichen Haushaltes im Tagesverlauf (Folie aus Musks Powerwall-Präsentation)

 

Und die Energiespeicherkapazitäten bisheriger Solaranbieter waren bis dato… sagen wir ‘mal bescheiden.

Dies ist wohl auch der Hauptgrund, warum sich Solar bis heute nie wirklich durchsetzen konnte.

 

Die Tesla Powerwall soll das ändern

Die zweite Generation (Powerwall 2) kann laut eigenen Angaben für knapp 7.000 Euro ein durchschnittliches Eigenheim mit zwei Schlafzimmern einen ganzen Tag mit Strom versorgen.

Die Anbringung durch einen professionellen Installateur kostet zusätzlich noch einmal einen satten Tausender drauf.

Das klingt erst einmal nach einem stolzen Preis, aber wenn man bedenkt, dass sie dich mit einer Mindesthaltbarkeit von 10 Jahren komplett vom Stromnetz befreien soll, könnte das den Preis durchaus wieder reinholen. Abgesehen davon dürfte das Gefühl unabhängig vom Stromnetz seine ganz eigene Energie zu erzeugen nebenbei sicher auch ganz nett sein.

 

Dass es funktioniert, konnte man bereits 2015 bestaunen

Während Musks Präsentation zum Powerwall Debüt zeigte er eindrucksvoll, dass der gesamte Abend mit gespeichertem Sonnenlicht betrieben wurde.

Ein weiteres nettes Feature der Powerwall ist übrigens definitiv ihr Look:

Sie ist nämlich weniger als verkabelter Technik Schnick-Schnack designet, sondern eher als kunstvoller Deko-Gegenstand mit dem man seinen Nachbarn schön subtil die selbstlose Gutmenschlichkeit ins Gesicht reiben darf.

„Und das ist übrigens unsere Tesla Powerwall. Ja, meine Frau und ich wollten nicht länger ein Teil des Problems sein, sondern ein Teil der Lösung, wissen Sie?“ 

Tesla Energy und SolarCity

„Aber wenn ich mir so eine Powerwall zulegen möchte, muss ich mir dann auch so hässliche Solarzellen an meinem Dach anbringen lassen?“

Gut, dass du fragst!

In einer weiteren Präsentation Ende letzten Jahres offenbarte Musk nämlich die Früchte der Arbeit seiner gefühlt 100sten anderen Firma – SolarCity.

SolarCity spezialisiert sich auf Entwicklung und Vertrieb von Solarstromanlagen wie schon viele andere Unternehmen vor ihr.

Der kleine aber feine Unterschied: SolarCity’s Solaranlagen sind sexy!

Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten müssen die Solarmodule nicht erst umständlich an deinem Dach angebracht werden.

Sie SIND das Dach!

Solarmodule haben selten so gut ausgesehen (tesla.com)

 

Die Solarzellen von SolarCity sind nämlich bereits in den eigens hergestellten Dachziegeln verbaut.

Das gibt den Dächern von SolarCity einen angenehm futuristischen Look im Vergleich zu den klobigen und wenig schmeichelhaften Konstruktionen seiner Konkurrenten.

 

Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass sich die Solarmodule von SolarCity direkt mit der Powerwall von Tesla Energy verknüpfen lassen.

Mit anderen Worten könntest du in naher Zukunft Sonnenlicht von deinem schicken Dach in deiner schicken Powerwall speichern und dich damit komplett vom Stromnetz abkoppeln.

Diese Technologie schafft eine perfekte Symbiose von ästhetischer Optik und praktischem Nutzen.

 

Musk behauptet, dass in Kombination mit der Tesla Powerwall eine Gesamtfläche von Solarmodulen, wie in folgender Grafik (blaues Quadrat) gezeigt, nötig ist, um die gesamten USA von fossilen Brennstoffen zu befreien:

Quelle: (http://breakingenergy.com/2014/10/30/the-united-states-of-energy-americas-power-obsession)

Sieht nicht nach sonderlich viel aus, oder?

Und ein Großteil dieser Fläche befände sich natürlich auf Dächern.

Also müsse der Platz dafür nicht erst gefunden werden. Er ist bereits da.

 

Menschen, die gerne Photovoltaik nutzen würden, müssen nun also endlich nicht mehr unter komisch aussehenden Dächern hausen.

Und durch die enorme Speicherkapazität der Tesla Powerwall, benötigen sie von nun an wohl nicht einmal mehr einen Stromanbieter.

Als Sahnehäubchen kannst du die Powerwall in absehbarer Zeit sogar als hauseigene Tankstelle verwenden.

Hierfür wird das an der Garagenwand befestigte Schmuckstück einfach über ein Kabel mit deinem Auto verbunden werden.

So kannst du dein eigenes Auto mit eigens produzierter, sauberer Sonnenenergie wieder aufladen.

Jap. Genau so sieht’s auch in meiner Garage aus… (tesla.com)

Zusammengefasst:

  • Nie wieder Stromrechnungen.
  • Nie wieder tanken.
  • Eine schöne Vorstellung.

 

Ausblick

Natürlich darf gefragt werden, ob sich Kauf und Installation einer teuren Solarbatterie momentan wirklich lohnen.

Und auch SolarCity’s Roof Tiles müssen erst einmal zeigen, dass sie halten, was sie versprechen.

Wenn du mich fragst, wird Tesla Energy jedenfalls tatsächlich die Welt verändern – nur eben noch nicht jetzt sofort.

Seien wir ehrlich. Die Technologie ist für die meisten Menschen im Moment einfach noch nicht rentabel genug.

 

Wir sollten allerdings auch bedenken, dass wir uns hier am Anfangsstadium einer noch sehr jungen Technologie befinden.

Diese beiden Produkte sind quasi die Prototypen einer völlig neuen Nische.

Wenn wir uns z.B. das Handy anschauen, als es in den 1980ern auf den Markt kam, sah die Lage noch viel dramatischer aus.

Das allererste kommerzielle Handy-Modell war riesig, unhandlich und schwer. Er war viel zu teuer, lief maximal ein paar Stunden und war somit nach Meinungen vieler Menschen einfach nicht zukunftsfähig.

Aber die Vorteile etablierten sich schnell.

Die Technologie schritt voran und Handys wurden mit jeder Generation überzeugender und attraktiver für den Mainstream.

Und was aus dem Handy geworden ist, muss ich dir ja wohl nicht erklären.

 

Tesla‘s Powerwall und SolarCity’s Roof Tiles gehören ebenfalls zu den ersten ihrer Art.

Mit anderen Worten sind sie das Miserabelste auf ihrem Gebiet, das jemals entwickelt werden wird!

Und dafür machen sie doch schon ‘mal einen recht stattlichen Eindruck. Findest du nicht?

Gib ihnen ein paar Jahre und du wirst sehen – die Revolution ist bereits im vollem Gange.

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