Smart Drugs

Smart Drugs – Drogen die „gut“ sind und deine Gehirnleistung verdoppeln?

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Können wir die Leistung unseres Gehirns wirklich mit „Smart Drugs“ (smarten Drogen) verbessern?

Du kennst das doch sicherlich:

Den ganzen Tag im Büro oder in der Uni, Belastungen im Alltag, Sorgen, Nöte, zu wenig Zeit und irgendwie auch zu wenig Lust irgendetwas mit sich anzufangen. Dazu oft geschafft, müde, energielos und unkreativ…

Die Sehnsucht nach Produktivität, Fokus und uneingeschränkter Energie ist gerade in der heutigen Zeit größer denn je!

Kaum jemand kann sich vor lauter Ablenkungen, Social Media, oder Nachrichten überhaupt noch richtig konzentrieren.

Und dann ist es auch kein Zufall, dass man sich so fühlt, als würde man unter den eigenen Möglichkeiten bleiben.

Wenn es doch nur ein kleines Mittelchen gäbe, was uns dabei etwas auf die Sprünge hilft…

Es muss ja keine Designer-Droge oder so etwas sein, denn du und ich sind schließlich überzeugte Bio Company-Gänger und auch sonst vegan und verschmust, ist doch klar!

Aber mal im Ernst: Wenn man doch sogar Krebs (in frühen Stadien) erwiesenermaßen mit Ernährung in den Griff bekommen kann, wieso sollte es dann nicht möglich sein, seine grauen Zellen mit gezielten Zuführungen mal ordentlich in Wallung zu bringen?

Diese ganzen Entrepreneure lesen schließlich auch 3 Bücher am Tag!

Gibt es da irgendetwas?

Ja, das gibt es…

 

Smart Drugs!

Aber bevor wir loslegen noch eine Randnotiz:

Kennst du das, wenn du dich für eine Sache wirklich interessierst, aber keinen blassen Schimmer hast, welche Quelle du nun für voll nehmen sollst, besonders wenn es auch kritische Stimmen gibt? Eine Welle aus Informationen, Artikeln, Erfahrungen, von wem auch immer, prasseln auf dich ein, doch im Grunde weißt du nicht wirklich was nun stimmt und was nicht.

Smart Drugs bzw. Nootropics sind genau eine solche Sache.

Das Ganze erst einmal innerhalb der Forschung zu definieren, ist eine ähnlich große Aufgabe, wie herauszufinden welche nun die beste Ernährungsweise ist – Paleo, Low Carb oder doch Vegan…?

Auf einmal wird JEDER zum Experten und hat natürlich die BESTE Lösung…

Genauso ist es bei den Smart Drugs auch…

Also fangen wir am besten einfach mal ganz von vorne an.

Was sind Smart Drugs eigentlich und was bewirken sie?

Smart Drugs Wirkung
Was sollen Smart Drugs bewirken? (nootropicsoworld.com)

 

Smart Drugs oder Nootropics sind im Großen und Ganzen Stoffe, die unsere kognitive Leistungsfähigkeit auf bestimmte Art und Weise verbessern können. Sie dienen unter anderen zur:

  • Förderung der Konzentration, der Wachheit, der Aufmerksamkeit und der Aufnahmefähigkeit
  • Erhöhung der Intelligenz und der Denkfähigkeit
  • Verbesserung des Vorstellungsvermögens
  • Verbesserung des Verstehens und der Erinnerung
  • Erhöhung der Kreativität

 

Hier geht es aber nicht darum, sich einfach nur eine Ladung Retalin zu verabreichen…

Smart Drugs, sind eine vielseitige Mischung aus nicht- und verschreibungspflichtigen Medikationen und sonstigen Stoffen, die in verschiedenen Kombinationen aufgenommen werden.

 

Genau wie bei „Ohne Limit“?

 

Das wirklich Knifflige ist, die richtige Kombination zu finden und diese dementsprechend auch zur richtigen Zeit einzunehmen.

Wir sprechen hierbei vom sogenannten Stacking, bei dem durch diverse Kombinationen von mehreren Medikamenten nacheinander, eine größere Wirkung erzielt wird. Außerdem umgeht man damit natürlich auch unerwünschte Nebenwirkungen.

Jeder Smart Drugs-Experte ( vor allem im Sillicon Valley angesiedelt) haben ihren persönlichen Stack und vertrauen darauf!

Eventuell hast du ja schon einige Smart Drugs bzw. Nootropics ausprobiert, so einige sind ja auch der breiten Maße geläufig wie z.B.:

  • Fischöl
  • Kreatin
  • Koffein
  • Amino-Säuren oder BCAA’s

Die Idee dahinter ist also nicht, wie Bradley Cooper in Ohne Limit eine magische Pille einzuwerfen und sofort ein Supergenie zu werden!

Es geht vielmehr darum, einen kumulativen Effekt zu erzeugen, der zunächst kleine Veränderungen bewirkt, die aber letztendlich den Leistungsstandard des menschlichen Gehirns gezielt optimieren.

Also musst du dir die Frage stellen: Was kann ich erreichen, wenn ich nur 10 % produktiver wäre?

 

Der momentane (fundierte) Forschungsstand zu Smart Drugs

Gibt es Studien auf die man sich beziehen kann?

Ganz ehrlich, eigentlich nicht. Zum jetzigen Zeitpunkt ist aus wissenschaftlicher Sicht noch nicht ganz klar, wie die einzelnen Komponenten verschiedener Smart Drugs und „nootrope Stacks“ zusammenarbeiten.

Die Wirkung hängt von mehreren Faktoren ab, die natürlich auch von Mensch zu Mensch variieren: Die individuelle Zusammensetzung der Neurochemie des Körpers, der Gen-Pool, Schlafmuster, Stimmungsschwankungen, Körperfettanteil, Gewicht usw.…

Außerdem sind natürlich bestimmte Stoffe erforschter als andere. Jeder der sich den dritten Espresso bestellt, kann sich ausmalen wie sehr das den Körper beeinflusst. Und wenn du gerne Kaffee trinkst, weißt du, dass die Gewohnheit letztendlich die Wirkung des Kaffees ausgleicht und wir eine Toleranz entwickeln…

Wieder andere erleben aber sogar einen leichten Entzug, wenn sie kein Koffein einnehmen.

 

Gäbe es an diesem Beispiel einen Stack um Nebenwirkungen entgegenzuwirken?

Ja, den gibt es!

Die Aminosäure L-Theanin hat sich als starke Verbindung zu Koffein herausgestellt. Wenn man also nach dem Kaffee noch ein grünes Teechen zu sich nimmt, werden psychologische und psychische Stressreaktionen reduziert und die neuronale Gesundheit gleichermaßen gefördert.

Eine absolute Win-Win Situation!

Aus diesem Grund finden man in vielen Kombinationen von Smart Drugs Koffein und L-Theanin.

Da also manche Stoffe genauer erforscht sind und manche nicht, probieren die meisten Smart Drugs-Anhänger viel aus und verwenden Jahre darauf, den richtigen Stack zu finden.

Die allgemeine Forschung zu diesem Thema steckt somit noch in den Kinderschuhen.

Was sind typische Smart Drugs?

Tabletten
Welche Wirkstoffe gibt es? (qfnu.net)

 

Es gibt natürlich die unterschiedlichsten Wirkstoffe und wie schon gesagt, viele sind bislang nicht ausreichend wissenschaftlich erforscht. Wir haben dir mal die wohl gängigsten aufgeführt:

ACHTUNG: Diese Liste dient der reinen Information und ist nicht als Einkaufsliste gedacht, viele dieser Stoffe sind verschreibungspflichtig oder illegal!

  • ADHS-Medikamente
  • Aminosäuren und Derivate
  • Amphetamine
  • Anabole Steroide
  • Antidepressiva
  • Antioxidanzien
  • Betablocker
  • Cannabis
  • Cocain
  • Coffein, Kaffee, Schwarztee, Mate, Guarana, Coffein-Getränke
  • Energy Drinks
  • Fischöl
  • Ginseng
  • Glucose
  • Halluzinogene Pilze (Microdosing)
  • LSD (Microdosing)
  • Mineralstoffe
  • Modafinil
  • Nicotin
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Piracetam
  • Spurenelemente
  • Taurin
  • Vitamine

 

Denkleistung verdoppeln doch nur Hirngespinst?

Die Wunderpille
Brainboost? (ichef.bbci.co.uk)

Fassen wir kurz zusammen:

Die Idee hinter Smart Drugs ist ein mehr oder weniger gesundes Doping für unser Gehirn. Der Forschungsstand sieht eher mau aus und außerdem sind die Kritiken riesig.

Nicht nur, dass besonders Studenten und Workaholics zum Missbrauch bestimmter Stoffe neigen, das Suchtpotenzial ist gewaltig und außerdem können das unkoordinierte Mischungen dieser Stoffe, Überdosierungen und Nebenwirkungen zu ernsthaften gesundheitlichen Schäden führen.

Doch auf der anderen Seite interessiert uns schließlich die Zukunft!

 

Könnten Smart Drugs tatsächlich die Zukunft des menschlichen Gehirns beeinflussen oder bestimmen?

Sagen wir es mal so: Da die Wissenschaft hinter Smart Drugs noch in der Entstehungsphase ist, ist es sehr schwierig hierzu eine Prognose abzugeben. Zunächst muss definitiv geklärt werden, wie gewisse Kombinationen von Stoffen mit- oder gegeneinander arbeiten.

Tatsache ist aber: Das Ganze ist äußerst vielversprechend!

Es gibt mittlerweile schon einige Studien, die durchaus Vorteile von Smart Drugs und Nootropika aufzeigen.

Beispielsweise, konnten bei einigen älteren Patienten regelmäßige Dosen des Stoffes Piracetam eine Verbesserung der Hirnfunktionen bewirken und das Gedächtnis von Schülern sowie deren Lernfähigkeiten verbessern. Das ist doch schon mal was!

Außerdem kann man sich auf die Smart Drugs-Fanbase sehr gut verlassen! Diese Menschen sammeln tagtäglich Erfahrungen und probieren alles Mögliche, auf eigene Verantwortung, aus. Eine spezifischere Langzeitforschung gibt es schließlich nicht, egal wie sehr umstritten sie doch sein mag!

In den nächsten 10 Jahren wird sich der medizinische Forschungsstand der letzten hundert Jahre sicherlich vervielfachen, also dürfen wir auch hierbei gespannt sein, was sich so alles tut…

Und vielleicht gibt es ja doch irgendwann eine Pille der Marke Ohne Limit!

Was sagst du dazu, könnte das wirklich passieren oder werden wir dadurch noch zu größeren Geiseln von Pharma- und Kosum-Trend-Industrien?

Ich für meinen Teil lege jetzt mal los, der Kaffee hat schon mal einen Schuss grünen Tee drin. Und wenn mir dann schlecht wird, trinke ich eben noch einen Magenbitter. Das nenne ich mal einen Stack!

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