Erde 2.0 – Wie Elon Musk den Mars erobert (2/2)

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Teil 2 – WIE Elon Musk den Mars erobert

 

Frage:

Was benötigst du, um zum Mars zu gelangen?

 

Im Prinzip ist die Rechnung ganz einfach:

Einen Willen und einen Weg.

Gemäß SpaceX Gründer Elon Musk mangelt es uns irgendwo an beidem.

Der Wille ist zwar da, aber wie in Teil 1 bereits erklärt, haben die meisten Menschen nach den 70ern das Interesse am Weltraum verloren.

Auch ein Weg wäre theoretisch da, nur kann sich den niemand leisten.

Um beides zu ermöglichen, hat Musk den Businessplan von SpaceX in 3 Phasen unterteilt, die wir nun nacheinander aufdröseln.

Punkt startete vor 15 Jahren (2002) mit der Gründung von SpaceX. Wir befinden uns zurzeit mitten in Phase 2. Phase. Punkt B wird erreicht sein, wenn die Population des Mars die 1.000.000 Grenze erreicht hat. 

Phase 1 – Aller Anfang ist schwer

Wenn man eine Kooperation mit bereits etablierten Weltraumunternehmen anstrebt, muss man zunächst einmal beweisen, dass man würdig ist und etwas ins All schießen kann, ohne dass es auf dem Weg explodiert.

Simple enough.

Als erstes musste ein geniales Team her. Mit Elon als treibende Kraft – die Geburtsstunde von SpaceX.

Zeit die erste Rakete zu bauen!

Die Falcon 1

Falcon 1 am Kwajalein Atoll im Pazifik (universetoday.com)

Benannt nach dem Millennium Falken aus Star Wars – die Jungs verstehen offensichtlich etwas von ihrem Handwerk – war sie ihr Prototyp der Welt zu zeigen, dass sie mit den Großen mithalten können.

Jetzt musste sie nur noch fliegen…

Der gute Elon hatte fast sein gesamtes Privatvermögen in diese Firma gesteckt! Mit dem Geld blieben ihm insgesamt 3, vielleicht sogar 4 Versuche, um eine funktionierende Rakete ins All zu bekommen bevor SpaceX seine Türen schließen musste.

Schauen wir uns also die Erfolgsgeschichte des Millennium Falk… äh der Falcon 1 an:

2006: Erster Start — Fehlschlag.
2007: Zweiter Start — Fehlschlag.
2008: Dritter Start — Fehlschlag.

Die ganze Welt sah zu, wie er scheiterte. Alle rieten ihm das Handtuch zu werfen.

Erinnerst du dich? Ich sagte Elon habe 3, vielleicht sogar 4 Versuche. Jetzt kam es auf den vielleicht sogar 4. Versuch an.

No pressure.

 

Am 28. September passierte es dann endlich.

Die Erlösung.

SpaceX hat tatsächlich erfolgreich eine Falcon 1 in den Orbit geschossen. Und das auch noch mit Abstand günstiger als je ein anderes Unternehmen zuvor. Die NASA schloss daraufhin direkt einen Vertrag mit Elon über 1,6 Milliarden Dollar für 12 Lieferungen zur ISS ab.

Phase 1: Check.

Phase 2: Geiz ist geil!

Du erinnerst dich an das Problem mit dem Weg?

Um Elons Ziel von 1.000.000 Menschen auf dem Mars zu erreichen, muss er dafür sorgen, dass sich so viele Leute überhaupt erst mal ein Ticket dorthin leisten können.

Somit setzte er einen anzustrebenden Preis von 500.000 $ fest.

Ein mutiges Vorhaben, da bis dato ein Sitzplatz zum Mars noch auf 10 Milliarden (10.000.000.000!) $ geschätzt wurde – gerade ‘mal das 20.000-fache. Easy. (500.000 $ klingen beim ersten Mal hören immer noch nach recht viel. Aber wenn du bedenkst, dass ein amerikanischer Bürger heutzutage etwa genauso viel für eigenes Haus blechen muss, scheint es in der Relation dann doch fair)

Mit seinem neuen Flaggschiff – der Falcon 9 – wurde SpaceX quasi über Nacht zum günstigsten Raumfahrtunternehmen der Welt. Bis heute bietet Elons Firma seine Flüge ins Reich der Schwerelosigkeit für einen Bruchteil des Preises der Konkurrenz an.

Aber wie zum Teufel kann man einen Flug zum Mars jetzt 20.000 mal billiger machen?!

 

Elon will das Problem von 2 Fronten angehen:

  1. Quantität

Um abertausende Menschen auf den Mars zu bekommen sind Raumtransporter mit je 6 Sitzplätzen schlichtweg unzureichend.

Die Lösung: Das Interplanetary Transport System (ITS).

Das ITS ist ein wahrer Gigant! Es soll, wenn eines Tages fertig gestellt, über 100 Leuten Platz bieten können.

  1. Wiederverwendbarkeit

Frage 2: Wie kann man eine abgeschossene Rakete dazu bringen wieder brav auf ihren Füßen zu landen?

Die Methode nennt sich propulsives Landen. Sie beschreibt die Technik eine Rakete nach Abschuss wieder im senkrechten Stand auf den Boden zu versetzen.

Jetzt fragst du dich sicher ob das überhaupt möglich ist? (Ich hielt es zunächst als vollkommen wahnwitzig, alleine schon aufgrund der unpraktischen Form einer Rakete)

Es ist nicht nur möglich, es wurde sogar bereits getan. Schau selbst!

Wie krass ist das bitte?!

 

Zurzeit befinden wir uns zwar immer noch in Phase 2, aber Elons Ambitionen werden zusehends real.

Phase 3 rückt in greifbare Nähe!

Phase 3 – Mars Attacks

Die ersten unbemannten Flüge zum Mars sollen bereits vor 2020 starten und transportieren notwendiges Equipment.

Danach passiert etwas Großes:

Die ersten „Marsianer“ machen sich auf den Weg. Und wir alle werden unseren ganz persönlichen Neil Armstrong of Mars Moment erleben.

„Na toll, aber das wird sicher noch eine Ewigkeit dauern…“, magst du dir jetzt denken.

Pustekuchen!

Es wird passieren. Und zwar bald – präzise in acht Jahren.

 

Einer Frage sind wir allerdings bisher gekonnt ausgewichen:

Wie will man überhaupt 1.000.000 Menschen finden, die bereit sind alles stehen und liegen zu lassen und sich auf eine lebensgefährliche Reise zu einem noch lebensgefährlicherem Ort zu begeben?

Hier die Idee:
2022 fliegen die ersten Verrückten zu einem Ort, der kälter ist als die Antarktis. Wo du die Luft nicht atmen kannst und die Sonne deine Haut nicht berühren darf.

Dort sollen die Arbeiten der ersten außerirdischen Weltraumkolonie beginnen.

Einige Jahre später folgt eine ganze ITS Flotte, welche Elon liebevoll als die Kolonialflotte bezeichnet! (Mhh das geht runter wie Butter… findest du nicht auch?)

In diesem übertrieben geilen Video kannst du dir die Marsreise eines Interplanetary Transport Systems anschauen, so wie SpaceX es sich vorstellt.

 

Mit ausreichend Nachschublieferungen (Mann sowie Fracht) soll aus der Kolonie schließlich eine kleine Stadt entstehen. Mit Restaurants, Bars, Fitnessstudios – alles auf dem fucking Mars! Kannst du dir das vorstellen?

 

Danach entsteht eine Kettenreaktion:

  • Das Gefährlichste ist überstanden.
  • Durch das propulsive Landen können die ersten Menschen zurückkommen und wir werden daran erinnert, dass ein Flug zum Mars nicht unbedingt eine Einbahnstraße bedeuten muss.
  • Astronauten, die zurückkehren, werden wieder als Helden gefeiert.
  • Wir schauen uns Youtube Videos von Marsianern an, die uns zeigen was man alles für krassen Scheiß bei 1/3 unserer Schwerkraft machen kann.
  • All dies hätte zur Folge, dass viel mehr Leute auch dorthin wollen und eines fernen Tages würde ein ITS auf dem Mars eintreffen und die Bevölkerung des Planeten wird die 1.000.000 Grenze übersteigen.

Phase 3 erfolgreich abgeschlossen!

 

Nun kann nach Wegen gesucht werden, den gesamten Planeten bewohnbar zu machen – Stichwort: Terraforming.

Aber das ist eine Geschichte für ein anderes Mal.

Ausblick

Noch sind das alles wilde Phantasien eines unverbesserlichen Optimisten und seines Teams.

Aber warum nicht träumen? Menschen werden immer träumen und nach größerem streben.

Der Mars, Das Sonnensystem, die Milchstraße. Niemand weiß, was unsere Zukunft bereithält. Sie steht buchstäblich in den Sternen.

Denk darüber wie du magst – sei skeptisch, oder optimistisch.

Tatsache ist: Elon wird es versuchen. Und er wird niemals aufgeben!

 

Ich hoffe auch du spürst den Drang nach einem neuen, frischen Abenteuer. Eines, das das Kind in dir wieder erweckt. Eines, das dich daran erinnert, wer du bist und was dich inspiriert.

Kannst du’s fühlen?

 

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