Zukunft des Automobils

5 Wege wie unsere Autos in 10 Jahren radikal anders sein werden

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Die Zukunft des Automobils

 

In Deutschland gibt es über 45.804.000 Autos.

Und das Fahren ist so tief in unserer Natur verankert wie das Biertrinken selbst.

Aber wenn man mal einen Blick aus der Vogelperspektive riskiert, dann sieht man wie „unterentwickelt“ das Autofahren eigentlich ist:

  • Teilweise extreme Stresssituationen für Fahrer
  • Mit Abstand das gefährlichste Transportmittel
  • Extreme Umweltverschmutzung
  • Teure Bußgelder
  • Anfälliges System (betrunkene und gefährliche Fahrer)

 

Gibt es da einen besseren und sicheren Weg?

Mit Sicherheit. Und die Rede ist nicht vom Fahrradfahren…

Es geht um technologische Fortschritte, die das Autofahren von Grund auf verändern. Dabei ist die Frage nicht, ob dieser Fortschritt geschehen wird – die Frage ist, wie wir damit umgehen.

Denn was geschieht, wenn selbstfahrende Autos bewiesener Weise sicherer sind, als normale Automobile?

Und werden wir Deutschen bereit sein, die Fahrfreude abzugeben?

Genau darum geht es in diesem Artikel. Genauer noch: Die 5 Wege wie unsere Autos in 10 Jahren radikal anders sein werden. Aber dafür muss ich dir zuerst eine kleine Geschichte erzählen…

 

Kommt dir das bekannt vor?

Du hast verschlafen (schon wieder) und bist zu spät zu einem wichtigen Meeting, das zu allem Übel auch noch in einer anderen Stadt ist.

Um Zeit zu sparen benutzt du anstatt des Regional Express einfach schnell das Auto. Die Schlüsselsuche alleine kostet dich wertvolle Minuten und so stolperst du mit nassen Haaren und Rasierschaum am Kinn ins Auto und drückst auf die Tube.

Gerade auf die Autobahn gefahren – die erste Ernüchterung...

Stau.

Puh… Durchatmen… 3 Kilometer und etwa 1,5 cm Fingernägel weniger kannst du wieder ordentlich Gas geben. Und das nicht zu wenig.

ZACK! Ein greller orange-farbener Blitz verbrennt dir die Netzhaut.

17 km/h zu schnell. 30 €. Ärgerlich, aber noch im Rahmen. Immerhin ist es nicht mehr lange bis…

…stockender Verkehr.

Okay. Während du dein unglaubliches Pech kaum fassen kannst und versuchst beim „Fahren“ eine Sprachnachricht aufzunehmen, um dein Zu-Spät-Kommen anzukündigen, erscheint vor deiner Windschutzscheibe ein blau-silbernes Fahrzeug mit einer beleuchteten Tafel auf der steht Bitte folgen […]

 

Ich hoffe sehr du kennst so eine Situation noch nicht. Aber ob du es glaubst oder nicht – genau das ist mir vor Kurzem passiert. Und so wird man unsanft daran erinnert wie gefährlich und umständlich das Autofahren doch ist.

Aber wie sieht die Zukunft unserer 4-rädrigen Verkehrsmittel jetzt aus?

Christoph Keese teilt in seinem Buch Silicon Germany eine erstaunliche Zukunftsvision, die ich dir nicht vorenthalten möchte…

 

Also lehne dich zurück und lass dich ins Jahr 2027 entführen. Auf geht’s!

 

1. Die Zukunft des Automobils – Fahrautomatik

Wie sich vor 10 Jahren schon erahnen ließ, fahren sich die Autos heutzutage alle von selbst.

Verkehrsunfälle durch Algorithmen Fehler in der „Fahrer-Software“ wie einst bei Tesla sind passé (das ist Französisch).

 

Die Umstellung von manuellen zu selbstfahrenden Autos erfolgte nicht von jetzt auf gleich, sondern in kleinen Schritten.

Zunächst gab es nur Assistenzsysteme, die eingriffen kurz bevor der Fahrer etwas unglaublich Dummes tat…

Hierbei fixierte eine Kamera stets die Augen des Fahrers, was zugegeben zunächst schon etwas unheimlich war. Doch schlief der Fahrer ein, so konnte der Wagen versuchen ihn mit unsanften Pop-Melodien zu wecken…

Sollte noch nicht einmal das helfen, so beförderte ihn die Automatik sicher bis zum nächsten Rastplatz. Doch mit der Zeit konnte sich die Vollautomatik durchsetzen, nicht zuletzt durch monetären Druck…

Denn je sicherer die Autos wurden, desto günstiger fielen auch ihre Versicherungen aus. Manuell gesteuerte Autos bauten im Schnitt mehr Unfälle als selbstfahrende. Somit mussten deren Besitzer deutlich höhere Prämien zahlen.

 

2. Die Zukunft des Automobils – Elektro ist das neue Bio

Das alles ist aber eigentlich völlig egal. Denn mit der Zeit wurden Verbrennungsmotoren ohnehin aus Großstädten verbannt.

Schließlich bedrohten sie die allgemeine Gesundheit. Mal abgesehen davon, dass sie mit einem fossilen Brennstoff betrieben werden, für welchen in der Vergangenheit dutzende Kriege vom Zaun gebrochen worden und welcher eine Teilschuld an der globalen Erwärmung trug.

Kleinere Städte zogen schließlich peu à peu nach (das ist auch Französisch).

Verbrennungsmotoren sind somit aktuell fast ausgestorben und bedienen nur noch eine kleine, aber lukrative Sparte in der Freizeitindustrie.

 

Heutzutage dominieren Elektroautos den Markt!

Die Technologie ist heute (2027) sogar so weit fortgeschritten, dass unsere Autos nicht nur keine Schadstoffe mehr produzieren. Vielmehr reinigen sie sogar die Umgebungsluft!

Wahre Umweltschützer fahren heute Auto, da sie damit einen größeren Beitrag zum Klimaschutz leisten als mit dem Fahrrad.

 

Und die Autobatterie lässt sich an jeder Raststätte binnen 10 Minuten wieder aufladen – just in time für eine kleine Pinkelpause mit extra abschütteln.

Achja und hatte ich erwähnt, dass das Strom-Tanken völlig kostenlos ist? (Wenn man bedenkt, dass noch vor 10 Jahre eine volle Tankfüllung knapp 70€ gekostet hat, kein unbedeutender Punkt.)

Aber auch zu Hause lässt sich die Batterie problemlos mithilfe von an Dächern angebrachten Solarmodulen – also aus eigens produzierter Energie – wieder aufladen, wie es Teslas Powerwall in beispielloser Pionierarbeit vormachte.

 

3. Die Zukunft des Automobils – Verkehr

Staus gab es übrigens schon seit Jahren nicht mehr. Warum auch?

Schließlich sind alle Autos miteinander verbunden und auf einen harmonischen Fahrfluss abgestimmt.

Das neue „Straßennetz“

Zwar rollt der Verkehr je nach Auslastung unterschiedlich schnell, stehen bleibt er allerdings nie. Das haben wir natürlich auch einer vielfach reduzierten Verkehrsunfallquote mit zu verdanken.

Auch Ampeln vollkommen abgeschafft (außer die für Fußgänger natürlich), da sie durch die direkte Kommunikation der Fahrzeuge miteinander überflüssig geworden sind.

 

4. Die Zukunft des Automobils – Wartung

Am entspanntesten finde ich aber wohl die Tatsache, dass sich unsere Autos heutzutage alle selbstständig warten.

Auf Plattformen ersteigern sie Leistungen wie Reifenwechsel und Reinigung, fahren sich anschließend selbst zu den Werkstätten und kehren wie neu wieder zurück in die heimische Garage.

Wenn du es wünschst, macht es dein Wagen sogar völlig unabhängig von dir.

Dafür sucht er sich einfach eine freie Zeit in deinem Terminkalender aus und fährt entsprechend los, so dass sein Fehlen gar nicht auffällt.

 

5. Die Zukunft des Automobils – Parken

Auch Einparken ist selbstverständlich kein Akt mehr.

Erinnerst du dich noch an die alten Zeiten, in denen du panisch nach einem Parkplatz Ausschau halten musstest?

Ich auch nicht.

Denn heute organisiert einfach die Software den nächstgelegenen Parkplatz für dich.

Du musst ja noch nicht einmal dabei sein. Wenn du es eilig hast, steigst du einfach an deinem Zielort aus. Der Wagen quetscht sich dann von selbst in die nächste Parknische und erscheint wieder vor der Tür sobald du ihn rufst.

 

Ausblick

Okay, ich denke wir beenden das jetzt besser hier, bevor ich noch zu sehr ins Schwärmen gerate.

Ich muss zugeben, dass mir besonders der letzte Punkt sehr gut gefallen hat, da meine Parkkünste peinlicherweise wirklich bescheiden sind.

Ja, ich bin ein Mann und ich kann nicht gut einparken – SO JETZT HABE ICH ES GESAGT!!!

 

Aber im Ernst. Wenn ich das alles höre, geht mir persönlich das Herz auf. Alleine die Vorstellung einer solchen Zukunft versetzt mich in Euphorie. Ich meine stell’s dir doch einfach mal vor!

Keine Staus mehr… Keine asozialen Fahrer, die dir die Vorfahrt klauen…

Und Knöpfe? Die braucht doch nun wirklich keiner mehr!

Diese lächerliche Plastiknippel werden sicherlich bis 2027 kollektiv durch Gesten- und Sprachsteuerung ersetzt.

Zukunft des Automobils

 

Was denkst denn du, wie sich Autos in 10 Jahren entwickelt haben werden?

Das alles hier klingt ja schon ein wenig Science-Fiction lastig. Aber kann man nicht schon heute bereits erste Anzeichen für eine solche Entwicklung erkennen?

Und selbst wenn es so kommen sollte – werden die Menschen (besonders die Deutschen) das einfach so mitmachen? Freiwillig die Kontrolle über ihr Gefährt abgeben und auf den Spaß des Autofahrens (zumindest manchmal) verzichten?

Schreib es uns in den Kommentaren.

 

PS: Achja, zu meinem Meeting bin ich übrigens extrem zu spät gekommen. Aber wenn du wichtig bist, wartet man halt auf dich.

Auf mich hat keiner gewartet…

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